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Ratgeber Arbeitszeit

Arbeitszeitnachweis: Was drinstehen muss. Und wie er sich selbst schreibt.

Der Arbeitszeitnachweis hält Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit jeder Person fest. Hier steht, was Pflicht ist, wie Sie ihn richtig ausfüllen, und wie Ihr Team ihn ab heute am Handy führt.

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Tischler notiert an der Werkbank mit Bleistift auf dem Klemmbrett, daneben Hammer, Winkel und Maßband

Kurz gesagt: Ein Arbeitszeitnachweis zeigt für jede Person und jeden Tag Beginn, Ende, Pausen und Dauer der Arbeit. Seit dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 13.09.2022 muss jeder Betrieb die Arbeitszeit erfassen. Für Minijobs und Branchen wie Bau und Gastronomie verlangt § 17 Mindestlohngesetz die Aufzeichnung spätestens am siebten Tag und zwei Jahre Aufbewahrung. Eine Unterschrift verlangt das Gesetz nicht.

Was ist ein Arbeitszeitnachweis?

Der Arbeitszeitnachweis, auch Stundenzettel, Stundennachweis oder Zeitnachweis genannt, ist die Aufzeichnung der täglichen Arbeitszeit einer beschäftigten Person. Er ist die Grundlage für den Lohn, für die Überstunden und für jede Prüfung: Der Zoll kontrolliert damit den Mindestlohn, die Rentenversicherung prüft damit die Lohnunterlagen, das Gewerbeaufsichtsamt die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes.

Ob auf Papier, in Excel oder in einer App: Die Form ist frei. Entscheidend ist, dass die Zeiten vollständig, zeitnah und nachvollziehbar dastehen. Das gilt in ganz Deutschland, denn Arbeitszeitgesetz und Mindestlohngesetz sind Bundesrecht.

Was muss im Arbeitszeitnachweis stehen?

  • Name der beschäftigten Person und der Betrieb
  • Datum jedes Arbeitstags
  • Beginn und Ende der Arbeitszeit
  • Pausen und die Dauer der Arbeitszeit

Pflicht sind Beginn, Ende und Dauer (§ 17 Absatz 1 MiLoG). Gut beraten ist, wer zusätzlich Urlaub, Krankheit und Feiertage einträgt und das Soll daneben stellt: Dann zeigt der Nachweis auf einen Blick die Überstunden, und das Lohnbüro muss nicht nachfragen.

So füllen Sie den Arbeitszeitnachweis richtig aus

Je Tag eine Zeile, am besten am selben Tag eingetragen; wo § 17 MiLoG gilt, spätestens bis zum Ablauf des siebten Tags danach. Ein Beispiel:

TagBeginnEndePauseArbeitszeitBemerkung
Mo 02.11.07:3016:1545 Min8:00 Std (8,00)
Di 03.11.07:3013:300 Min6:00 Std (6,00)
Mi 04.11.Urlaub
Do 05.11.22:0006:0030 Min7:30 Std (7,50)Nachtschicht

Arbeitszeit berechnen: Ende minus Beginn minus Pause. Geht die Schicht über Mitternacht, zählen die Stunden bis 24 Uhr und ab 0 Uhr zusammen. Für das Lohnbüro rechnen Sie Minuten in Dezimalstunden um: 45 Minuten sind 0,75 Stunden.

Urlaub eintragen: Ein Urlaubstag bekommt keine Zeiten, sondern die Bemerkung „Urlaub“. Für ihn gibt es kein Soll, er senkt also nicht das Überstundenkonto. Dasselbe gilt für Krankheit und Feiertage.

Muss der Arbeitszeitnachweis unterschrieben werden?

Nein. Weder das Mindestlohngesetz noch das Arbeitszeitgesetz verlangen eine Unterschrift, ein Nachweis ohne Unterschrift ist gültig. Viele Betriebe lassen ihn trotzdem monatlich von beiden Seiten unterschreiben, weil eine bestätigte Aufzeichnung im Streit um Überstunden mehr Gewicht hat. Manche Stellen, etwa bei Kurzarbeit oder Bescheinigungen für Kita und Hort, fragen ausdrücklich nach einer unterschriebenen Fassung.

Handschriftlich ist erlaubt. Lesbar und vollständig muss er sein, und nachträgliche Änderungen sollen erkennbar bleiben. Digital erledigt das der Verlauf: Bei Personalplaner24 steht jede Korrektur mit altem und neuem Wert da.

Wie lange muss ich Arbeitszeitnachweise aufbewahren?

Mindestens zwei Jahre. So verlangen es § 17 Absatz 1 MiLoG für die aufzeichnungspflichtigen Beschäftigten und § 16 Absatz 2 ArbZG für die Arbeitszeit über acht Stunden. Dienen die Nachweise als Beleg der Lohnabrechnung, bewahren viele Betriebe sie mit den Lohnunterlagen länger auf.

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Gut zu wissen

Häufige Fragen

Kann ich einen Arbeitszeitnachweis kaufen?

Die Vorlage bekommen Sie bei uns kostenlos, als Excel und als PDF. Wer den Nachweis für das ganze Team automatisch will, bucht Personalplaner24 ab 15 € im Monat, mit 30 Tagen Geld-zurück.

Ist ein handschriftlicher Arbeitszeitnachweis gültig?

Ja. Die Form ist frei, solange Beginn, Ende und Dauer lesbar und vollständig dastehen.

Gilt ein Arbeitszeitnachweis ohne Unterschrift?

Ja. Das Gesetz verlangt keine Unterschrift. Für den Streitfall hilft eine Gegenzeichnung oder ein digitaler Verlauf jeder Änderung.

Stundenzettel, Zeitnachweis, Stundennachweis: Ist das dasselbe?

Ja, gemeint ist immer die Aufzeichnung der täglichen Arbeitszeit. Mehrere Nachweise heißen Arbeitszeitnachweise, je Person und Monat einer.

Wann muss der Nachweis fertig sein?

Für Minijobs und die Branchen des § 2a SchwarzArbG spätestens bis zum Ablauf des siebten Kalendertags nach dem Arbeitstag (§ 17 MiLoG); für alle anderen gilt: zeitnah. Am Handy ist er fertig, sobald jemand stempelt.

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